PHilosophie


Zu meiner Grundhaltung gehören insbesondere Verständnis für die jeweiligen Motive bestimmter Verhaltensweisen, Respekt gegenüber den bisher getätigten Lösungsversuchen sowie der Expertise aller Beteiligten. Sie wissen am besten, wie Ihr Unternehmen funktioniert! Für viele Unternehmen ist es jedoch im Kontext von Konkurrenzdruck und globalisierten Märkten eine zunehmende Herausforderung alle betriebswirtschaftlichen Belange mit ausreichendem Schutz der Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Balance zu halten. Ebenso ist es innerhalb eines Unternehmens zuweilen schwierig Stress- und sonstige Belastungsfaktoren, die sich auf die Mitarbeitergesundheit auswirken, frühzeitig und sicher zu erkennen. Gerade im Bereich der psychosozialen Gesundheitsförderung ist umfassendes Know-How notwendig, das in Ausbildung und Studium von Führungskräften und MitarbeiterInnen nicht immer ausreichend integriert ist. Vieles ist deshalb tatsächlich mit fachkundiger Anleitung leichter verbesserbar als es zunächst ausgesehen haben mag. Gleichzeitig werde ich realistisch auf Möglichkeiten und Grenzen entsprechender Maßnahmen hinweisen und deren Machbarkeit im Rahmen Ihrer Unternehmensstrukturen mit einbeziehen.


Warum betriebliches Gesundheitsmanagement?

 

Die Bundespsychotherapeutenkammer berichtet in der BPtK-Studie zur Arbeitsunfähigkeit 2015:

"Psychische Erkrankungen haben im Jahr 2013 13,4 Prozent der AU-Tage verursacht.
Dies entspricht annähernd dem Anteil im Jahr 2012, der bei 13,7 Prozent lag. Sie wa-
ren damit der dritthäufigste Grund für Fehltage am Arbeitsplatz. Anfang 2013 gab es
eine deutlich stärkere Grippewelle als in den Vorjahren (RKI, 2013). Daher nahm der
Anteil von Atemwegserkrankungen an den AU-Tagen im Jahr 2013 deutlich zu. Atem-
wegserkrankungen standen damit an zweiter Stelle der häufigsten Ursachen für AU-
Tage. In den Jahren davor waren psychische Erkrankungen der zweithäufigste Grund
für Fehltage am Arbeitsplatz gewesen (Abbildung 1)."

 

Betriebliches Gesundheitsmanagement rückt deshalb seit Jahren zunehmend in das Bewusstsein von Politik und Wirtschaft. Der Negativtrend der letzten Jahrzehnte konnte deshalb seit 2013 zumindest aufgehalten und stabilisiert werden, sodass es erstmals keine weitere Zunahme von Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen gab, wie in den jeweiligen Studien der vergangenen Jahre.

Wer allerdings betriebliches Gesundheitsmanagement ausschließlich aus dem Grund implementiert, um Fehlzeiten zu reduzieren, wird damit wahrscheinlich auf Dauer nicht viel Erfolg haben. Zu einem dauerhaft gesunden Betriebsklima gehört eine gewisse Haltung und die Erkenntnis, dass Sie als Führungskraft darauf Einfluss nehmen können (gesundheitsförderndes Führungsverhalten) sowie das Bewusstsein, dass gesunde Mitarbeiter einen hohen langfristigen Wert für ein Unternehmen darstellen.

 

Mit einer sorgfältigen Analyse der Situation wird zunächst die Basis gelegt. Anschließend werde ich verschiedene Maßnahmen vorschlagen und deren Möglichkeiten und Grenzen genau erläutern, sodass Sie gut informiert für sich das passende Angebot auswählen können.


 Meine Qualifikationen und Schwerpunkte


Im Studium lagen meine Schwerpunkte neben klinischer Psychologie auf Arbeits- und Organisationspsychologie. Ich lernte bei einem der führenden Experten in diesem Bereich (Prof. Zapf, Universität Franfurt), wie betriebliches Gesundheitsmanagement funktioniert, wie Konflikte entstehen und was bei ihrer Lösung helfen kann, was Mobbing ist und welche Mittel es dagegen gibt, wie Kommunikation im Unternehmen effizient gestaltet werden kann, wie Gesundheitszirkel funktionieren und welche Chancen sie bieten, was mitarbeiterorientierte Führung bedeutet und wie diese mit einem langfristigen Unternehmenserfolg zusammenhängt und vieles mehr... Weitere Schwerpunkte waren, wie Mitarbeiter am besten motiviert werden können, welche Faktoren Berufserfolg vorhersagen und wie Personalmanagement am besten gelingen kann.

So kam ich zu meinem heutigen Berufsfeld und profitiere dabei sehr von meiner persönlichen Arbeits- und Lebenserfahrung: Ich war Lehrling, Assistentin, Führungskraft. Heute biete ich Beratungen für Firmen und Führungspersonal an. Meine Berufserfahrung erleichtert es mir, mich in die verschiedenen Perspektiven von Mitarbeitern und Geschäftsführung hineinzuversetzen und zu verstehen, welche Bedürfnisse jeweils erfüllt werden müssten, um - im Idealfall gemeinsam mit allen relevanten AkteurInnen - eine für alle Seiten sinnvolle Lösung der bestehenden Herausforderungen auszuarbeiten. Meine zusätzliche Ausbildung als systemische Beraterin verstärkt diesen "Blick fürs Ganze" ebenso wie die Möglichkeit "quer zum System" zu denken und so mit Ihnen gemeinsam kreative Lösungen zu entwickeln, die manchmal überraschen mögen.

 

Ein besonderer Schwerpunkt liegt für mich in der Arbeit mit den Mitarbeitern selbst, denn es gibt viele Mittel und Wege, wie Mitarbeiter selbst mehr dafür sorgen können, gesund zu bleiben und besser mit Stress umzugehen, auch wenn das letztendlich nur ein Baustein innerhalb des betrieblichen Gesundheitsmanagements sein kann.

 

Studien zeigen jedoch auch einen enormen Einfluss von Führungskräften auf stressbedingte Erkrankungen und Fehlzeiten ihrer Mitarbeiter. Deshalb biete ich ergänzend detailliert auf die Situation im Unternehmen zugeschnittene Seminare für Führungskräfte mit besonderem Fokus auf die Gesunderhaltung von Mitarbeitern und - besonders wichtig - auch der Führungskräfte selbst an. Denn: Nur eine gesunde und ausgeglichene Führungskraft kann auch gesund führen!

 

Abgerundet wird mein Angebotsspektrum durch Coaching zur beruflichen und persönlichen Weiterentwicklung für Einzelpersonen, Burnout-Präventionskurse und -beratungen sowie psychologische Beratungen für persönliche Probleme auch außerhalb der Arbeitswelt.


 Wem vertraue ich meine Mitarbeiter an?

 

Mit dem folgenden etwas längeren Text können Sie sich bereits vorab ein umfassendes Bild von meinen Erfahrungen und Kenntnissen machen. Dies kann Ihnen helfen, einzuschätzen ob ich die richtige Ansprechpartnerin für Ihre Anliegen sein könnte. Letztendlich klären, wird das jedoch in aller Regel erst durch ein persönliches Gespräch. Dennoch wird hiermit bereits ein wichtiger Punkt vertrauensvoller Zusammenarbeit erfüllt: Transparenz.

 

Wie alles begann... oder: Eine Fallsammlung
Ich habe in meiner ersten Ausbildung als sehr junge Frau erfahren, was es heißt, wenn Vorgesetzte sich nicht dafür zuständig fühlen, dass in ihrem Betrieb ein gesundes Betriebsklima herrscht: Schlechte Arbeitsbedingungen, starker Zeitdruck, schlechte Kommunikationsstrukturen und stellenweise sogar Mobbing waren an der Tagesordnung. Am Ende standen bei mir Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, vermehrte Fehler bei der Arbeit und Bauchschmerzen jeden Morgen. Ich brach die Ausbildung schließlich nach fast zweieinhalb Jahren des "Durchhaltens" mit dem Gefühl ab, dass es meine Schuld gewesen sei, dass es nicht geklappt hatte. Dabei war es leider nur eine Geschichte von vielen, wie ich heute weiß... Etwas später absolvierte ich meine nächste Ausbildung sehr erfolgreich. Ich wurde staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin.

 

Mit ein paar gezielten Maßnahmen, wäre die oben geschilderte ungesunde Arbeitsumgebung aus meiner heutigen Sicht sehr einfach veränderbar gewesen: Es fehlte in bestimmten Bereichen an Führungswissen sowie insgesamt an sinnvollen Feedback-Strukturen gegenüber MitarbeiterInnen und Führungskräften. 

In der Folge arbeitete ich als Redaktionsassistentin in der Niederlassung einer bekannten amerikanischen Wirtschaftszeitung in Frankfurt. Ich lernte viel über die Zusammenhänge einer globalisierten Wirtschaft, die Regeln im so genannten "Big Business" und schüttelte alltäglich auf Pressekonferenzen international bekannten Führungskräften die Hand. Mir gefiel diese Aufgabe. Ich versuchte deshalb meiner Chefin, der Office Managerin, alles recht zu machen. Sie (miss)interpretierte mein hohes Engagement als "an ihrem Stuhl sägen" wie sie mir später, Jahre nachdem ich dort aufgehört hatte, gestand.

 

Im nun geschilderten Fall hätte wahrscheinlich bereits eine kurze Fortbildung der bisher nicht mit Führungsverantwortung betrauten Office-Managerin ausgereicht. Heute weiß ich, dass derartige Missverständnisse mit ausreichend Führungswissen um individuelle Motivationsmuster und -typen bei MitarbeiterInnen und guten Kommunikationsstrukturen leicht zu klären gewesen wären.

Nachdem die Niederlassung in Frankfurt aufgrund der Entscheidung der Muttergesellschaft bis auf zwei Personen verkleinert wurde und ich meinen Job verlor, bewarb ich mich auf jedes einigermaßen passende Angebot. Auch auf vollkommen berufsfremde Tätigkeiten. Die erste Zusage erhielt ich von einer Bekleidungsfirma, die eine neue Filiale in der Nähe eröffnete. Ich wurde schnell befödert und erfuhr, was es bedeutet unter strengen Umsatzvorgaben in Zusammenarbeit mit unzureichend bezahlten Aushilfen eine Linie halten zu müssen, die den Anforderungen der Geschäftsführung gerecht wird: Die berühmte "Sandwich-Position". Da diese Anforderungen im Rahmen der vorgesehenen Arbeitszeit kaum zu bewältigen waren, arbeitete ich regelmäßig circa 10 Wochenstungen mehr, teilweise sogar ohne Bezahlung. Zeiten, die aus meiner Sicht der in dieser Bekleidungskette üblicherweise hohen Fluktuation der überlasteten Aushilfskräfte vorbeugen sollten. Fluktuationen hatten wir in den folgenden Jahren nur sehr selten. Die Frustration über die Unternehmenspolitik jedoch blieb und nagte an unser aller Gesundheit. Mein Gebietsleiter bat zudem regelmäßig in anderen Filialen "für Ordnung zu sorgen", wie er es formulierte. Die MitarbeiterInnen in dieser Situation immer wieder zu motivieren, war dabei eine echte Herausforderung.

 

Aus heutiger Sicht ein Fall, bei dem es - anders als in den beiden oben geschilderten Arbeitsumgebungen - nicht ausgereicht hätte, bessere Kommunikationsstrukturen aufzubauen, ein Führungs- oder Mitarbeitertraining durchzuführen, usw... Hier musste eindeutig die betriebswirtschaftliche Planung hinterfragt werden, um die hier in hohem Maße gefährdete Gesundheit der MitarbeiterInnen zu schützen und den zunehmenden Fehlzeiten der Kolleginnen sowie unnötiger Fluktuation vorzubeugen.

 

Nach vier Jahren in diesem Arbeitsumfeld kündigte ich schließlich. Ich hatte verstanden, dass ich diese Systeme, die ich im Laufe meines Berufslebens erlebt hatte, auf diese Weise nicht würde verändern können. Ich holte mein Abitur nach und studierte schließlich Psychologie. Währenddessen arbeitete ich kontinuierlich weiter. Für einige Zeit auch nochmal in einer Führungsposition in einer Werbeagentur. Hier hatte ich nun Gestaltungsspielraum und eine sehr verantwortungsbewusste Geschäftsführung. Ein gesundes Betriebsklima gelang. Allein aufgrund der zunehmenden Belastungsintensität durch das parallele Studium gab ich diese Führungsposition schließlich wieder ab, blieb jedoch auch in der Folge noch für Jahre im Unternehmen. Es war ein sehr versöhnlicher und ermutigender Abschluss meiner Erfahrungen.

 

Ich wusste nun: Ein gesundes Betriebsklima kann trotz schwierigem Wettbewerbsumfeld und hohen Anforderungen an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelingen und ebenso auch stabil aufrecht erhalten werden, wenn dies von allen Seiten entsprechend fokussiert wird.